Exkursion zu landwirtschaftlichen Betrieben der 5B

Exkursion zu landwirtschaftlichen Betrieben
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Exkursion zu landwirtschaftlichen Betrieben

Planötzenhof Hötting der Familie Heis

Am 26.04.2012 waren wir zu Gast am Planötzenhof in Hötting. Andreas, ein Sohn, führte uns zuerst in den Milchviehstalllaufstall, der 2004 gebaut wurde. Am Planötzenhof leben ca. 40 Milchkühe der Rasse Fleckvieh. Gesamt besitzen sie rund 100 Stück Vieh, worunter sich auch ein Zuchtstier befindet. Weiters haben sie noch einige Ziegen und Schafe.

Andreas hat immer wieder darauf hingewiesen, dass die Landwirtschaft mit dem Gastronomiebetrieb zusammenhängt und deshalb verwenden sie Fleisch, Milch und viele andere Produkte aus der eigenen Landwirtschaft. Der gesamte Betrieb wird als Familienbetrieb geführt. Besonders beeindruckend war die unglaublich schöne Aussicht auf Innsbruck. Für die Kühe gibt es im neuen Laufstall auch einen Auslauf, den von den Kühen sehr gut angenommen wird. Gemolken wird in einem Doppel-Dreier-Fischgrätenmelkstand.

Weberhof in Mils der Familie Mair

Als zweites besuchten wir den Betrieb Weberhof in Mils. Herr Mair begrüßte uns herzlich auf den Familienbetrieb. Nach einer kurzen Einführung gingen wir in den Stall und er zeigte uns mit vollem Stolz seinen Melkroboter. Anhand von zwei Kühen sehen wir, wie er funktioniert und waren sehr beeindruckt. Danach führte er uns durch seinen Laufstall erzählte er uns viel über seine Holstein – Tiere. Die Milch verarbeitet die Familie Mair selbst weiter zu Joghurt und Mozzarella und pasteurisierte aber nicht homogenisierte Milch und verkauft die Milchprodukte in seiner Umgebung und am Hof. Nach der Stallbesichtigung durften wir noch das Joghurt kosten und wir waren alle davon begeistert. Er ist sehr stolz auf seinen Hof und seine Familie und man merkte, dass er mit Liebe und Begeisterung seinen Beruf ausübt.

Legehennenbetrieb in Kolsass der Familie Schweiger

Wir besichtigten auch den Betrieb der Familie Schweiger in Kolsass. Der landwirtschaftliche Betrieb hat von Milchviehhaltung auf Legehennen mit Freilandhaltung umgestellt. Durch ihre Meisterarbeit „ Tirol Ei“ ist die Betriebsleiterin auf die Idee gekommen, gemeinsam mit anderen LandwirtInnen, Eier zu vermarkten. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten und Risiken wagten sie den Neubau eines Stalles für ca. 1.400 Hennen und die Anschaffung einer Sortierungsmaschine. Durch die Unterstützung durch das Agrarmarketing Tirol gelang die Innovation GOGGEI. Die Eier ihres Betriebes und drei weiterer packt sie am Hof ab und diese werden dann über die Firma Spar vermarktet. Christa Schweiger wurde durch ihr einzigartiges Konzept als Bäuerin des Jahres ausgezeichnet. Durch ihren Vortrag zeigte sie uns, wie durch Begeisterung und Enthusiasmus eigene Ideen erfolgreich verwirklicht werden können.

Milchschafbetrieb der Familie Grubinger

Wir besichtigten den Milchschafbetrieb der Familie Grubinger in Kolsass. Herr Grubinger empfing uns freundlich auf seinem Hof. Zusammen mit seinem Sohn bewirtschaftet er einen biologischen Betrieb mit rund 210 Milchschafen. Sein Bestand besteht vorwiegend aus Lacaune-Schafe, doch auch aus Ostfriesischen Milchschafen. Diese Rassen lammen saisonal ab, das heißt einmal im Jahr. Er erläuterte und die Gefahren verschiedener Krankheiten, die aus fremden Beständen übertragen werden können. Weiters erklärte er uns, dass er auf ein ausgewogenes Verhältnis von Grundfutter und Kraftfutter achtet. Somit kommt er auf die ausreichende Milchmenge die er für den Verkauf benötigt. Sein Haupterwerb besteht darin seine Milch an die Bundesanstalt Rotholz zu liefern zu einem Preis von 1,40 – 1,50 € pro Liter. Über die Inhaltsstoffe geben regelmäßige Untersuchungen Auskunft.

Seine Schafe hält er in einem Laufstall mit einem Auslauf. Er beschrieb uns den die Aufzucht seiner Lämmer. Nach der Geburt ist es möglich die Lämmer unter den Müttern auszutauschen, falls ein Mutterschaf ihr Lamm abstößt. Dies gelingt dem Landwirt indem er das Lamm mit der Nachgeburt einreibt.

Wir bedanken uns für die sehr informativen Vorträge bei allen Betrieben!

DIin Ute Hiederer-Willi
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